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Bildung & Schulen

Das Recht eines Kindes auf Bildung beinhaltet das Recht zu lernen. Dennoch führt Schulbildung für viel zu viele Kinder weltweit nicht zu tatsächlichem Lernen.

Über 600 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit erreichen keine grundlegenden Mindestkompetenzen im Lesen und Rechnen, obwohl zwei Drittel von ihnen eine Schule besuchen. Für Kinder, die nicht zur Schule gehen, sind grundlegende Fähigkeiten in Lesen, Schreiben und Rechnen noch schwerer zu erlangen.

Diese Lernkrise – die Kluft zwischen dem tatsächlichen Lernniveau von Kindern und dem, was sie, ihre Gemeinschaften und ganze Volkswirtschaften benötigen – hatte bereits vor der COVID-19-Pandemie, die Bildungssysteme weltweit zum Stillstand brachte, ein globales Ausmaß erreicht.

Weltweit werden Kinder aus unterschiedlichen Gründen von Bildung und Lernen ausgeschlossen. Armut bleibt eines der hartnäckigsten Hindernisse. Kinder, die in wirtschaftlicher Unsicherheit, politischer Instabilität, Konflikten oder Naturkatastrophen leben, sind häufiger vom Schulbesuch ausgeschlossen – ebenso wie Kinder mit Behinderungen oder aus ethnischen Minderheiten. In einigen Ländern sind die Bildungschancen für Mädchen weiterhin stark eingeschränkt.

Selbst in Schulen erschweren der Mangel an ausgebildeten Lehrkräften, unzureichende Lernmaterialien und eine schlechte Infrastruktur vielen Schülerinnen und Schülern das Lernen. Andere kommen zu hungrig, krank oder durch Arbeit oder Haushaltsaufgaben erschöpft in den Unterricht, um vom Lernen zu profitieren.

Diese Ungleichheiten werden durch eine zunehmend besorgniserregende digitale Kluft weiter verschärft: Rund zwei Drittel der schulpflichtigen Kinder weltweit haben keinen Internetzugang zu Hause, was ihre Möglichkeiten zur Weiterentwicklung von Wissen und Fähigkeiten stark einschränkt.

Ohne qualitativ hochwertige Bildung stehen Kinder später im Leben vor erheblichen Hürden beim Zugang zu Arbeit und Einkommen. Sie haben ein höheres Risiko für schlechte gesundheitliche Ergebnisse und beteiligen sich seltener an Entscheidungen, die sie betreffen – was ihre Fähigkeit gefährdet, eine bessere Zukunft für sich selbst und ihre Gesellschaften zu gestalten.

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